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6. Januar 2026

Vermietgruppen statt Fahrzeug-Versprechen: weniger Stress, mehr Buchungen

Deine Camper sind top ausgestattet – und klar: Im Shop will man am liebsten alles zeigen.

Blöd nur, wenn genau dieses Fahrzeug kurzfristig ausfällt und du tauschen musst. Dann wird aus Vorfreude bei deinen Kunden schnell ein enttäuschtes: „Aber das stand doch so drin…“

Die Lösung ist nicht „weniger verkaufen“, sondern anders versprechen: Vermietgruppen statt „dieses exakte Fahrzeug“.

So bündelst du Fahrzeuge mit ähnlichen Grundrissen, Ausstattungen oder Bauart in Gruppen. Öffnet dein Kunde deinen Vermietshop, sieht er nicht einzelne Fahrzeuge mit genauer Modellbezeichnung, sondern die Gruppe “Fahrzeuge für 2 Personen”. Wird über die Gruppe eine Buchung ausgelöst, wird ein Fahrzeug der Gruppe reserviert und zwar solange, bis ggf. alle Fahrzeuge der Gruppe vermietet sind. Dein Kunde kennt somit nicht das genaue Fahrzeug und du kannst im Notfall flexibel Fahrzeuge innerhalb der Gruppe tauschen.

Warum Vermietgruppen gerade jetzt Gold wert sind

Der Markt bleibt groß: 96.392 Freizeitfahrzeuge sind 2024 in Deutschland neu zugelassen (+6,7% ggü. Vorjahr) worden. Und die Caravaning-Industrie lag 2024 bei rund 15,1 Mrd. € Branchenumsatz.

Das bedeutet für dich vor allem eines: mehr Nachfrage und ein steigender Online-Vergleich, was in einem größeren Erwartungsdruck resultiert. Und genau da verhindern Vermietgruppen in campware.io das typische „Ausstattungs-Drama“.

So denkst du das Thema weiter: Vermietgruppen in drei Ebenen

Statt eine Vermietgruppe anzulegen, in welcher nur definiert ist, dass das Fahrzeug für zwei Personen ausgelegt ist, macht es Sinn diese Gruppen in Ebenen zu denken. In campware.io kannst du bis zu 3 Vermietebenen anlegen:

Erste Ebene: das Gruppen-Versprechen

Das sind die Merkmale, die jede Einheit in der Gruppe erfüllt. Beispiele: Anzahl Schlaf-/Sitzplätze Fahrzeugtyp/Grundriss-Klasse (Van, Teilintegriert, Alkoven …) Bad ja/nein Mindest-Komfort (Heizung, Küche-Basics, etc.) Auch hier lohnt es sich, mehrere Bedingung festzulegen, damit deine Kunden einen “Mindeststandard” erkennen können.

Zweite Ebene: die Sonderausstattung

In dieser Ebene legst du alles an, was mal drin ist und mal nicht: Markise, Automatik, Navi, Solar, Anhängerkupplung, 2. Batterie, spezielles Multimedia oder auch gängige Assistenzsysteme.

Dritte Ebene: die Upgrades und Pakete

Natürlich sollen deine Kunden nicht auf Sonderausstattung verzichten müssen, nur damit du effizienter vermieten kannst. Stattdessen lohnt es sich, sinnvolles Zubehör direkt zur Mitvermietung anzubieten – vom Geschirrset über Campingmöbel bis hin zu kleinen Extras wie einer Massagepistole. Entscheidend ist, was zu deinem Angebot passt und was deine Kunden wirklich nachfragen.

Für alle, die kein klassisches Zubehör benötigen, kannst du attraktive Service-Pakete schnüren. Eine „Festivalflatrate“ zum Beispiel: mit zusätzlicher Versicherung und einer Gesamtreinigung zum Vorteilspreis. Oder ein „Fernweh-Paket“ für alle, die längere Strecken planen – inklusive unbegrenzter Kilometer.

So schaffst du zusätzliche Einnahmen, ohne dass deine Mietpreise steigen müssen. Deine Kunden bekommen genau die Ausstattung und Services, die sie wirklich brauchen – und dein Umsatz wächst, trotz günstigerer Basismiete durch eine größere Vermietflotte.

Und hier kommt campware.io ins Spiel

campware.io ist genau für diesen Switch gebaut:

  • Du kannst in der Warenwirtschaft Fahrzeuge immer mit exakter Ausstattung anlegen – und für jedes Fahrzeug separat entscheiden, was im Vermietshop angezeigt werden soll. Das ist explizit dafür gedacht, Fahrzeuge „bis kurz vor der Miete“ tauschen zu können, ohne falsche Erwartungen zu erzeugen.
  • Im Buchungskalender kannst du Buchungen per drag & drop zwischen Fahrzeugen verschieben; campware.io prüft dabei, ob ein Fahrzeugwechsel eine Vertragsänderung erfordert und stößt ggf. die notwendigen Schritte an.
  • Zusätzlich unterstützt campware.io „nicht fahrzeuggebundene“ Buchungen (für genau diesen Flexibilitäts-Gedanken) und nennt Vermietgruppen auch im Kontext von dir festgelegten Saison-/Preisplänen.
  • Sämtliches Zubehör und Extras können einmal zentral angelegt und anschließend verwaltet werden.

Kurz: Du verfügst intern über eine maximale Detailtiefe und kannst extern deine Versprechen kontrollieren.

Drei Beispiel-Vermietgruppen, die du sofort nutzen kannst

CITY VAN

Sichtbar / garantiert (Shop):

  • 2–3 Schlafplätze,
  • 4 Sitzplätze Kompaktklasse (Stadt/kurz)
  • Küche-Basics, Heizung Mindest-Stauraum (z. B. „2 Koffer + Tagesgepäck“)

FAMILY KOMPAKT

Sichtbar / garantiert (Shop):

  • 4 Schlafplätze,
  • 4–5 Sitzplätze,
  • Bad/WC an Bord,
  • Küche mit Kühlschrank (Mindestgröße),
  • Heizung/Warmwasser,
  • Isofix (nur wenn wirklich bei allen vorhanden – sonst: „nach Verfügbarkeit“ oder eigenes Paket)

PREMIUM TOURER

Sichtbar / garantiert (Shop):

  • 2-4 Personen
  • Premium-Klasse (klarer Standard: z. B. Automatik),
  • Komfort-Bad,
  • große Küche,
  • hochwertige Innenausstattung,
  • Assistenzsysteme (ebenfalls nur, wenn bei allen)

Alle Variationen sind hierbei Vorschläge, welche du je nach Ausstattung deiner Flotte anpassen kannst.

Quick-Setup in campware.io

  1. Fahrzeuge sauber mit exakter Ausstattung anlegen (intern) – das ist deine Wahrheit.
  2. Pro Fahrzeug im Vermietshop nur das anzeigen, was du wirklich halten kannst und willst.
  3. Vermietgruppe passend zu deinem Fahrzeug anlegen, mit entsprechenden Daten ausstatten, Saisonplan und Preise zuordnen.
  4. Passende Fahrzeuge zur Vermietgruppe hinzufügen.
  5. Vermietgruppen über Preis-/Saisonlogik trennen (Standard vs. Premium), damit es auch wirtschaftlich sauber ist.

Auf unserem YouTube-Kanal zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Vermietgruppen anlegen, konfigurieren und Fahrzeugen zuweisen kannst. Zum Video

Fazit

Unterm Strich sind Vermietgruppen der sauberste Weg, um Erwartungen im Shop und Realität im Fuhrpark wieder deckungsgleich zu machen. Du vermietest nicht weniger – du vermietest klarer: ein verbindliches Mindest-Versprechen (Ebene 1), flexible Optionen nach Verfügbarkeit (Ebene 2) und echte Upsells über Pakete/Upgrades (Ebene 3). Dadurch sinkt das Risiko für Reklamationen und „Aber das stand doch so drin…“-Diskussionen, während du gleichzeitig mehr Buchungen annehmen kannst, weil du intern tauschen und ausgleichen darfst und steigerst damit deine Auslastung und Rentabilität.

Mit campware.io wird dieser Ansatz praktisch: intern bleibt alles detailliert und korrekt gepflegt, extern steuerst du, was wirklich garantiert wird – und kannst Buchungen bei Bedarf per Kalender flexibel verschieben, ohne Chaos im Vertrag. Ergebnis: weniger Stress im Tagesgeschäft, weniger Enttäuschung beim Kunden, mehr Auslastung und mehr Zusatzumsatz – weil nicht das einzelne Fahrzeug dein Produkt ist, sondern das passende Reise-Erlebnis in der richtigen Kategorie.

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